Sinéad O’Connors (†56) Leben war von Dramen geprägt


Sinéad O’Connor ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Die Sängerin musste in ihrem Leben viele Schicksalsschläge bewältigen. Darunter Missbrauch durch die eigene Mutter, ein Leben im Heim und schließlich der Tod ihres geliebten Sohnes.

1990 wurde Sinéad O’Connor mit „Nothing Compares 2 U“ – einem Prince-Cover – zum Welt-Star: Nicht erst seitdem war das Leben von Sinéad O’Connor (†56) von Hochs und Tiefs geprägt – jedoch vor allem von Tragik. Das Ausnahmetalent, das diverse Studio-Alben veröffentlicht hatte, machte in den vergangenen Jahren nie einen Hehl daraus, dass sie unter psychischen Problemen litt. Diese beruhten auf dem physischen und sexuellen Missbrauch durch ihre eigene Mutter, wie Sinéad O’Connor selbst erzählt hatte. Nachdem sie kurz bei ihrem Vater gelebt hatte, kam die Sängerin mit 15 Jahren in ein Heim für auffällig gewordene Jugendliche, weil sie mehrfach beim Stehlen erwischt worden war. 

Psycho-Terror im Heim

Obwohl sie hier keinen körperlichen Missbrauch mehr fürchten musste, litt die Teenagerin unter der Trennung von ihrer Familie – hinzu kam der psychische Terror, dem sie in dem Heim mit seinen teils drakonischen Strafen ausgesetzt war. Doch hier wurde auch der Grundstein für ihre Karriere gelegt: Eine der Nonnen im Heim erkannte ihr Talent, kaufte ihr eine Gitarre und gab ihr den nötigen Schubs, Unterricht zu nehmen. Durch eine Zeitungs-Annonce lernte sie ihren späteren „Ton Ton Macoute“-Band-Kollegen Colm Farrelly (†55) kennen – der Beginn einer großen Karriere.

Sinéad O’Connor hatte psychische Problemen

Doch trotz des Erfolges und Ruhmes ließen ihre Dämonen die 56-Jährige nie los. Die Musikerin kämpfte Zeit ihres Lebens mit ihrer angeschlagenen psychischen Gesundheit. An ihrem 33. Geburtstag versuchte sie sich das Leben zu nehmen. Später wurden eine bipolare Störung sowie eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung bei ihr diagnostiziert. Die Endometriose, unter der sie zudem körperlich litt, versuchte sie durch eine Hysterektomie zu kurieren. Doch der Eingriff wirkte sich negativ auf ihren mentalen Zustand aus. 

2022 folgte dann ein weiterer Schicksalsschlag, der wohl am schwersten für die vierfache Mutter zu ertragen war: Ihr Sohn Shane nahm sich mit nur 17 Jahren das Leben .

Die Musikerin konnte den Verlust ihres Sohnes nicht verkraften

Auf Twitter gedachte sie ihres Sohnes erst vor einer Woche mit einem herzzerreißenden Tweet. Zu einem Foto von sich und ihrem Kind schrieb die trauernde Mutter: „Ich lebe seitdem als untotes Nachtgeschöpf. Er war die Liebe meines Lebens, die Lampe meiner Seele. Wir waren eine Seele, zweigeteilt. Er war die einzige Person, die mich je bedingungslos liebte. Ich bin verloren im Schlamm ohne ihn.“





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